Vanillezucker selber machen – mit echter Vanille
Vanillezucker lässt sich ganz einfach mit Zucker und einer echten Vanilleschote selber machen.
Besonders praktisch ist, dass Sie dafür auch eine frisch ausgekratzte Schote weiterverwenden können. Während sie im Zucker liegt, gibt sie nach und nach noch vorhandenes Vanillearoma ab.
Das Mark können Sie vorher für eine Creme, Eis, Pudding oder einen Kuchenteig verwenden. Die ausgekratzte Schote kommt anschließend in das Zuckerglas. So nutzen Sie von der Vanille deutlich mehr als nur die kleinen schwarzen Samen.
Unsere bewährte Menge: eine Vanilleschote auf etwa 1 kg Zucker.
Damit entsteht ein angenehm vanilliger Vorratszucker für Gebäck, Desserts, Milchreis, Kaffee oder andere süße Anwendungen. Wenn Sie ein kräftigeres Aroma möchten, können Sie weniger Zucker verwenden oder zusätzlich etwas Vanillemark beziehungsweise Vanillepulver untermischen.
Für klassischen Vanillezucker verwenden wir Bourbon Vanilleschoten aus Madagaskar. Wenn der Zucker sofort verwendet werden soll, lässt sich alternativ Bourbon Vanillepulver direkt untermischen.
Passende Gewürze zu diesem Thema
Bourbon Vanilleschoten
Noir · 15–18 cm · elastisch · MadagaskarIdeal für Crème brûlée, Panna cotta, Eis & Patisserie.
Mehrere Gebindegrößen verfügbar
Produkt ansehen
Tahitensis Vanilleschoten
Fruchtig · süßlich · floral · Papua-Neuguinea Ideal für Patisserie, Cremes, Eis.
Mehrere Gebindegrößen verfügbar
Produkt ansehenVanillezucker selber machen: die einfache Grundmethode
Für die klassische Variante brauchen Sie etwa 1 kg Zucker, eine Vanilleschote und ein sauberes, vollständig trockenes Schraubglas.
- Das Glas reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Etwa 1 kg Zucker einfüllen.
- Die Vanilleschote längs aufschneiden. Das Mark können Sie mit in den Zucker geben oder vorher für ein anderes Rezept herauskratzen.
- Die ganze oder ausgekratzte Schote in den Zucker legen und möglichst vollständig mit Zucker bedecken.
- Das Glas gut verschließen und an einem trockenen, dunklen Ort aufbewahren.
- Dem Zucker Zeit geben und das geschlossene Glas gelegentlich leicht schütteln.
Schon nach einigen Tagen können Sie beim Öffnen des Glases einen ersten Vanilleduft wahrnehmen. Mit der Zeit wird das Aroma deutlicher. Statt sich auf einen bestimmten Tag festzulegen, können Sie den Zucker einfach riechen und probieren.
Ist Ihnen die Vanillenote noch zu fein, bleibt die Schote einfach länger im Glas.
Frische oder ausgekratzte Vanilleschote?
Für Vanillezucker können Sie sowohl eine frische als auch eine frisch ausgekratzte Schote verwenden. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie intensiv der Zucker aromatisiert wird.
Bei einer frischen Vanilleschote stehen Mark und Schotenwand zur Verfügung. Schneiden Sie die Schote längs auf und geben Sie beides in den Zucker; der Vanilleduft wird dementsprechend deutlicher.
Eine ausgekratzte Schote ist besonders praktisch, wenn Sie das Mark ohnehin für ein anderes Gericht benötigen. Auch in der Schotenwand steckt noch Aroma. Statt die Schote nach dem Auskratzen wegzuwerfen, können Sie sie direkt in Ihr Zuckerglas geben.
Eine gute Vanilleschote muss dabei nicht trocken oder hart sein. Hochwertige Schoten dürfen weich und geschmeidig sein. Für einen länger stehenden Zuckeransatz sollte allerdings keine zusätzliche Feuchtigkeit aus Milch, Sahne, Sirup oder anderen Speisen ins Glas gelangen.
Eine gerade frisch aufgeschnittene und ausgekratzte Schote können Sie deshalb direkt weiterverwenden. Hat sie dagegen bereits in einer feuchten Zubereitung gelegen, sollte sie anschließend nicht für längere Zeit in einem Vorratsglas mit Zucker aufbewahrt werden.
Wie Sie Mark und Schote in der Küche verwenden, erklären wir unter Vanilleschoten richtig verwenden.
Warum nimmt Zucker den Duft der Vanille an?
Beim Öffnen einer echten Vanilleschote riechen Sie nicht nur Vanillin. Vanillin gehört zwar zu den wichtigsten Aromastoffen, natürliche Vanille enthält jedoch zahlreiche weitere geruchsaktive Verbindungen, die gemeinsam ihren charakteristischen Duft prägen. [1][2]
Liegt die aufgeschnittene Schote längere Zeit zusammen mit dem Zucker in einem geschlossenen Glas, verteilt sich ihr Duft nach und nach im Glas und der Zucker nimmt die Vanillenote an.
Deshalb kann selbst gemachter Vanillezucker mit echter Schote aromatisch vielschichtiger sein als Zucker, der ausschließlich mit zugesetztem Vanillin aromatisiert wurde.
Wie lange sollte Vanillezucker ziehen?
Nach einigen Tagen ist häufig bereits ein leichter Vanilleduft wahrnehmbar. Nach ein bis zwei Wochen kann der Zucker deutlich aromatischer sein.
Wie schnell das geschieht, hängt von der Schote und der Zuckermenge ab. Eine frische, aromatische Schote gibt mehr Duft ab als eine bereits ausgekratzte Schote.
Bei unserem Verhältnis von etwa einer Schote auf 1 kg Zucker darf der Ansatz deshalb ruhig etwas Zeit bekommen. Entscheidend ist letztlich Ihr eigener Geschmack: Öffnen Sie das Glas, riechen Sie am Zucker und probieren Sie eine kleine Menge.
Vanillezucker mit Schote oder Vanillepulver?
Beide Varianten verwenden echte Vanille, funktionieren aber unterschiedlich. Eine Schote aromatisiert den Zucker nach und nach, während Vanillepulver sofort untergemischt wird.
| Methode | Was passiert? | Wann passt sie? |
|---|---|---|
| Ausgekratzte Vanilleschote | Die Schotenwand gibt nach und nach noch vorhandenes Aroma an den Zucker ab. | Wenn das Mark bereits für ein anderes Rezept verwendet wurde. |
| Frische Vanilleschote | Mark und Schote aromatisieren den Zucker gemeinsam. | Wenn Sie einen deutlicheren Vanillezucker ansetzen möchten. |
| Vanillepulver | Gemahlene Vanille wird direkt unter den Zucker gemischt. | Wenn der Vanillezucker sofort verwendet werden soll. |
Mit Vanillepulver Bourbon Madagaskar entfällt die Ziehzeit. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge, mischen Sie das Pulver gründlich unter den Zucker und passen Sie die Intensität anschließend an Ihren Geschmack an.
Die Unterschiede zwischen beiden Formen erklären wir unter Vanilleschote vs. Vanillepulver.
Vanillezucker oder Vanillinzucker – was ist der Unterschied?
Bei selbst gemachtem Vanillezucker mit Schote oder Vanillepulver stammt das Aroma aus echter Vanille. Vanillinzucker wird dagegen mit Vanillin aromatisiert. Bei einem gekauften Produkt zeigt Ihnen die Zutatenliste, welche Zutaten tatsächlich enthalten sind.
Das ist auch geschmacklich interessant. Der Duft einer echten Vanilleschote entsteht nicht allein durch Vanillin, sondern durch das Zusammenspiel zahlreicher Aromastoffe. [1][2]
Wofür können Sie selbst gemachten Vanillezucker verwenden?
Der selbst angesetzte Zucker passt überall dort, wo Sie ohnehin Zucker benötigen und gleichzeitig eine feine Vanillenote ins Gericht bringen möchten.
- Kuchen, Plätzchen und Rührteige
- Pudding, Milchreis und Grießbrei
- Joghurt, Quark und Porridge
- Kakao und Kaffee
- Obst und Kompott
- Sahne, Cremes und Vanillesaucen
Wie viel Sie verwenden, hängt davon ab, wie intensiv Ihr eigener Ansatz geworden ist. Probieren Sie den Vanillezucker deshalb wie eine eigene Zutat und nicht wie einen immer gleich schmeckenden Fertigzucker.
Wenn Vanille selbst deutlich im Mittelpunkt stehen soll – etwa in einer Vanillecreme, einem intensiven Vanilleeis oder einer feinen Sauce –, können zusätzlich frisches Vanillemark oder eine ganze Schote sinnvoll sein.
Warum Bourbon Vanille gut zu selbst gemachtem Vanillezucker passt
Für unseren klassischen Vanillezucker verwenden wir Bourbon Vanilleschoten aus Madagaskar.Ihr deutlich erkennbarer Vanilleduft passt besonders gut zu Zucker und später zu Gebäck, Cremes, Milchdesserts und vielen klassischen Süßspeisen.
Gerade eine ganze Schote lässt sich dabei besonders schön nutzen: Das Mark kommt beispielsweise in Ihre Creme oder Ihren Kuchenteig, die frisch ausgekratzte Schote anschließend in etwa 1 kg Zucker.
Aus einer Schote entsteht so nicht nur ein einzelnes Dessert. Sie haben anschließend auch einen aromatisierten Zuckervorrat für viele weitere Gerichte.
Wenn Sie Vanille lieber unmittelbar dosieren möchten, können Sie stattdessen Bourbon Vanillepulver aus Madagaskar
direkt unter den Zucker mischen.
Weitere Vanilleschoten und Vanilleprodukte finden Sie in unserer Vanille-Kategorie.
Den angesetzten Vanillezucker richtig aufbewahren
Bewahren Sie den Zucker in einem gut schließenden Glas an einem trockenen, vor direktem Licht geschützten Ort auf. Besonders wichtig ist, dass das Glas vor dem Befüllen vollständig trocken ist und keine zusätzliche Feuchtigkeit aus anderen Lebensmitteln hineingelangt.
Wenn der Zucker auffällig feucht wird, ungewöhnlich riecht oder sich die Schote sichtbar ungewöhnlich verändert, sollten Sie den Ansatz vor der weiteren Verwendung kritisch prüfen.
Die allgemeine Aufbewahrung ganzer Vanilleschoten behandeln wir separat unter Vanille richtig lagern.
Quellen und fachliche Grundlage
- Tran, T. K. L.; Salvatore, I.; Geller, J.; Theodoracakis, E.; Ullrich, L.; Chetschik, I. (2024): Molecular Aroma Composition of Vanilla Beans from Different Origins. Journal of Agricultural and Food Chemistry, 72(34), 19120–19130.
- Takahashi, M.; Inai, Y.; Miyazawa, N.; Kurobayashi, Y.; Fujita, A. (2013): Key odorants in cured Madagascar vanilla beans (Vanilla planifolia) of differing bean quality. Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry, 77(3), 606–611.

